Schule ohne Rassismus

Der Weg ist das Ziel – Das Domgymnasium Merseburg wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, so darf sich seit dem 10. November 2014 das Domgymnasium Merseburg nennen. In freudiger Erwartung sehnten wir diesem Tag bereits seit mehreren Monaten herbei. Der T itel wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung übergeben, die durch eine Rezitation von Antonia Prussak (Klasse 7/2) und den Chor der elften und zwölften Klassen eingeleitet wurde. Die Begrüßungsrede erfolgte durch Herrn Arendholz, welcher dieses Projekt koordinierte.

Doch noch einmal wollen wir kurz in die Vergangenheit zurückblicken. Am 18. September 2014 trafen sich alle (angehenden) Schulen mit dem T itel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aus Sachsen-Anhalt zum Jahrestreffen in Oschersleben. Die Schüler nahmen an verschiedenen Workshops teil, wobei wir, die fünf Schüler der 11/1, uns den Workshop „Forum- Theater“ ausgesucht hatten. Herr Arendholz, unser Betreuer, ist mit uns gekommen. Er nahm an Fortbildungen für Lehrer teil und fragte uns anschließend, ob wir unsere neu gemachten

Erfahrungen selbst nutzen wollen. Das Forum-Theater begeisterte uns so sehr, dass wir es mit den

Zuschauern der T itelverleihung teilen wollten.

Dazu entwickelten wir ein Standbild, dass die Täter-Opfer-Beziehung bei Mobbing auf dem Schulhof verdeutlichen sollte. Nach anfänglichem Zögern ermittelte das Publikum mit uns die vorliegende Situation und erklärte, wie man sich aus der Opferrolle befreien kann. Die Lösung ist Toleranz bzw. Freundschaft. Und hier kommen wir wieder zurück zu dem Titel, den wir erhielten. Denn nur zusammen können wir gegen Rassismus vorgehen. Der Weg ist das Ziel, und auf diesem Weg begleiten uns nicht nur die Lehrer und Schüler, sondern auch unsere Paten von der TOTAL- Raffinerie Leuna und dem Mitteldeutschen Basketball Club, welche ebenfalls den Weg nach Merseburg zu uns an die Schule gefunden hatten.

Der Landrat des Saalekreises, Herr Bannert, war schon das fünfte Mal bei einer Verleihung des

T itels dabei und „doch ist es immer wieder anders“, äußerte es sich an uns gewandt. Er erinnerte an den Mauerfall, dessen 25. Jahrestag gefeiert wurde und berichte von den derzeitigen Problemen bezüglich Diskriminierung in Sachsen-Anhalt und im Saalekreis.


An dieses Thema schloss auch Schülersprecher Jeremy Kolbe (Klasse 11/3) an und kritisierte mutig Rassismus, Mobbing und Sexismus an der Schule. „Ich bin, wie ich bin und ihr seid, wie ihr seid“, sagte er entschlossen. Musikalisch wurde das Thema dann wieder durch den Musik-Kurs der zehnten Klassen („Sag mir, wo die Blumen sind“) sowie durch Lilli-Marie Schmidt und Leonie Klein („Vois sur to chemin“, deutsch: Sieh auf deinen Weg) aufgenommen.

 

 

 

Zum Abschluss hielt Frau Habisch von der Landeszentrale für politische Bildung eine Rede über die Projekte, bei denen das Domgymnasium Merseburg aktiv mitgewirkt hat. Und noch einmal betonte sie, dass am wichtigsten die Schüler und Schülerinnen sind, woraufhin sie Lilli-Marie Schmidt,

 

Saskia Zinnecker, Michaela Strenzke, Anne Wanzek, Niclas Fuchs, Carolin Lohmann und Jan

 

Rosenbaum (konnte leider nicht dabei sein, da er an einem Auslandsjahr in Costa Rica teilnimmt), welche maßgebend zu dem Projekt beigetragen hatten, auf die Bühne bat, um zusammen mit den Paten (Herrn Wagner von TOTAL und Herrn Geissler vom MBC) die Urkunde der Bundeskampagne in Empfang zu nehmen. Abschließend wurde das neu angebrachte Schild dann von uns mit dem Landrat enthüllt. Unsere Schule ist nun mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ versehen.

 

 

 

 

Doch damit die Arbeit ist noch lange nicht getan. Jetzt beginnt ein langer Weg mit dem Ziel, eine

 

Schule ohne Mobbing, Diskriminierung und Intoleranz herauszubilden.

 

 

 

Ein großes Dankeschön gilt Herrn Arendholz, welcher tatkräftig mit uns auf die T itelverleihung hingearbeitet hat. Abschließen möchte ich mit dem Zitat, welches noch immer in meinen Ohren nachhallt und uns das weitere Vorgehen zeigt: „Der Weg ist das Ziel.“

 

 

 

Michaela Strenzke (Klasse 11/1)

 

 

 

P. S. Der Dank gilt in zweiter Linie aber auch den engagierten SchülerInnen des SOR-Teams der Schule, den Klassensprechern und beteiligten Pädagogen. Sie haben stellvertretend für die Schülerschaft und das Kollegium das Konzept des Weges zum T itel entwickelt und umgesetzt. Nun kommt es darauf an, alle Schüler auf dem „Weg zum Ziel“ mitzunehmen. Die regionale Koordinierungsstelle „Schulen ohne Rassismus-Schulen mit Courage“ im Saalekreis unterstützt die T itelschule dabei gern und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Schülern und Pädagogen.

 

 

Peter Wetzel (Leiter des Mehrgenerationenhauses Merseburg)

 

 

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